Gedenkstättenarbeit

100.000 Menschen aus 47 Nationen waren zwischen 1938 und 1945 im Konzentrationslager Flossenbürg oder einem der rund 90 Außenlager inhaftiert. Viele von ihnen überlebten die unmenschlichen Bedingungen nicht, denen sie z.B. bei der Arbeit in den Granitsteinbrüchen ausgesetzt waren.

In der KZ-Gedenkstätte in Flossenbürg gibt es die Möglichkeit, sich mit der Zeit des Nationalsozialismus und ihren Folgen auseinanderzusetzen – auf Wunsch auch mit pädagogischer Begleitung.
Die evangelische Gedenkstättenarbeit geschieht in enger Kooperation mit der Gedenkstätte, der Kirchengemeinde vor Ort und der Evang.- Luth. Kirche in Bayern, die dafür einen Mitarbeiter zur Verfügung stellt. Sie möchte die Erfahrungen aus der NS-Zeit auch aus der theologischen Perspektive beleuchten und für die Herausforderungen der Gegenwart sensibilisieren. Sie bietet Führungen und Seminare für Gruppen an und betreibt Heimatforschung zum Thema Kirchengemeinde und KZ.

Ein besonderer Fokus liegt auf dem Gedenken an den Pfarrer und Widerstandskämpfer Dietrich Bonhoeffer, der hier am 9. April 1945 ermordet wurde. So findet u.a. jedes Jahr eine Andacht zur Todesstunde statt, die von der Evangelischen Jugend gestaltet wird.

Zusätzlich zu den Überlebendentreffen und den Jugendtreffen haben sich in den vergangenen Jahren Jugendbegegnungen mit jüdischen und arabischen Jugendlichen etabliert. So will die evangelische Gedenkstättenarbeit dazu beitragen, dass aus einem Ort der Menschenverachtung und des Todes ein Ort werden kann, von dem Impulse für ein friedliches Miteinander der Menschen ausgehen.

Ansprechperson: Hr. Soergel

Pfarrer Herbert Sörgel
Schlossbergstr. 8, 92696 Flossenbürg
Tel: 09603 - 469
Fax: 09603 - 1060
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Bonhoeffer-Gedenkstein